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Sticker PirMollIm Sommer 2017 befand sich unser Verein auf  Bildungsreise in Saarbrücken. Von dort aus boten sich uns viele  Möglichkeiten der politischen und historischen Bildung zu Ereignissen zwischen Beginn des letzten Jahrhunderts (Verdun) und Gegenwart (Schengen). Aber eine ganz besondere Erfahrung durften wir im "Karate Klub Meier" machen, denn dort lernten wir den Arbeiter*innenchor "Rote Concordia" aus Saarbrücken kennen. Was ganz im Westen des Landes möglich ist, dürfte doch auch ganz im Osten möglich sein. So sahen es zumindest einige Teilnehmende unserer Bildungsreise – und starteten im Herbst 2017 das regionale Chorprojekt mit sechs Interessierten.
 
Von Anfang an durften die Sänger*innen das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) in Pirna nutzen und gingen dort die ersten Schritte des heutigen Antifaschistischen Laienchors Pir-Moll. Schon ein halbes Jahr später sang Pir-Moll auf unserer Gedenkveranstaltung in Erinnerung an das ehemalige KZ Hohnstein. Mittlerweile war der Chor schon bei über 25 Auftritten zu erleben, zum Teil mit mehr als 50 Gästen. Nicht nur auf unseren  Vereinsveranstaltungen und Wanderungen trat Pir-Moll auf, sie waren auch Gäste des Netzwerkes Tolerantes Sachsen, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Leipzig und der Naturfreunde Sachsen. Neben Gedenkveranstaltungen und privaten Feiern unterstützte Pir-Moll beipielsweise den Frauen*streiktag und die Stolpersteinverlegung in Pirna.
 
Im April 2020 entstand während des Corona-Lockdowns aus Einzelaufnahmen eine Chorversion des Partisan*innenliedes "Fischia il vento", die wir anschließend den ehemaligen Partisan*innen der Provinz Reggio Emilia schickten,  – als Gruß zum 25. April, dem Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus und von der deutschen Besatzung, der aufgrund der angespannten gesundheitlichen Situation nicht gemeinsam aud den Straßen gefeiert werden konnte. Aktuell wird unter anderem an Liedern mit starkem lokalem Bezug gearbeitet. Heimlich träumen die Chormitglieder von einer Italien-Tour ... und auch ein Treffen antifaschistischer Chöre in der Sächsischen Schweiz könnte in den nächsten Jahren Realität werden. Schön wäre das!
 
Seit kurzem hat der Chor auch eine eigene Homepage und veröffentlicht dort in unregelmäßigen Abständen Hintergrundtexte zu Liedern aus dem Repertoire, seine vergangenen und kommenden Auftritte, Choraufnahmen und Bilder. Zum Repertoire heißt es dort: "Bei der Auswahl der Lieder versuchen wir auch eine Verbindung zu unseren eigenen Kämpfen zu schaffen. Deswegen hat sich auch unser Repertoire erweitert, entsprechend der Kämpfe, die wir kämpfen, und der Themen, für die wir brennen: Lieder für Freiheit, antirassistische Lieder, solche über Gleichberechtigung und Ungleichheit, antifaschistische jiddische Lieder, Lieder aus Revolutionen, feministische Lieder, Lieder über Gefangenschaft, Streik und den Kampf für eine gerechte Welt." 
 
Wir freuen uns, dass außer Städten wie Saarbrücken, Leipzig und Rostock nun auch der ländliche Raum einen antifaschistischen Chor hat. Deshalb: Alles Gute zum Geburtstag!
 
Mehr Infos unter: www.pir-moll.de

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