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Das Antifaschistische Info Blatt und das schwedische Antifamagazin EXPO decken neue Verbindungen der Modemarke „Thor Steinar“ zur Neonaziszene auf.[/b] Wie eine gemeinsame Recherche des Antifaschistischen Info Blatts und des schwedischen antifaschistischen Magazins EXPO ergeben hat, hat ein ehemaliger Mitarbeiter der im brandenburgischen Zeesen ansässigen Modemarke „Thor Steinar“ Kontakte zur militanten Neonaziszene Schwedens. Udo Siegmund aus Niederlehme, der vor einiger Zeit auch die Webseiten des Unternehmens (www.thorsteinar.de und www.thorsteinar.com) angemeldet hatte, war am 30. Juli 2005 mit mehreren anderen Deutschen zu Gast auf einem Konzert der Neonaziorganisation Nationalsocialistisk Front (NSF) im schwedischen Tråvad. Hier spielten die Neonazi-Bands Angriff, Titania, White Valkyria (alle drei aus Göteborg/Schweden) sowie die deutschen Bands Kraftschlag (Nürnberg) und Skalinger (Wolgast/Mecklenburg-Vorpommern). Siegmund ist nun stellvertretender Geschäftsführer der Firma Ronnytex AB, die in der schwedischen Gemeinde Klippan sitzt und laut Handelsregisterauszug Textilien vermarktet. Unter der gleichen Adresse firmiert das Unternehmen Sinotexes AB. Die Firma Sinotexes AB wiederum ist laut Domainabfrage am 2. März 2006 verantwortlich für die Internetseite www.thorsteinar-outlet.de, die Produkte der bei Neonazis beliebten Marke zu Sonderpreisen vertreibt. Offizielles Impressum dieser Seite ist die Berliner Firma Skytec Outlets GmbH, welche ebenfalls Textilien vermarktet. Deren Geschäftsführer, Michael Meißner aus Bestensee, ist auch Geschäftsführer der schwedischen Firma Ronnytex AB. Da es im schwedischen Handelsregister keinen Eintrag zur Sinotexes AB gibt, aber auch wegen der gleichzeitigen Angehörigkeit Meissners zu Ronnytex AB und Skytec Outlets, muss davon ausgegangen werden, dass Sinotexes AB eine Briefkastenfirma ist, deren Spur zur Ronnytex AB führt. Die südschwedische Kleinstadt Klippan ist seit längerem immer wieder durch ihre aktive Neonaziszene ins öffentliche Interesse Schwedens gerückt. In Deutschland sorgt „Thor Steinar“ regelmäßig für Schlagzeilen. Das alte Logo wird wegen der Ähnlichkeit zu NS-Symbolen z.T. weiterhin verfolgt. So ist vor einigen Tagen ein junger Mann in Berlin u.a. für das Tragen eines Bekleidungsstücks mit dem alten Logo der Marke zu sieben Monaten Haft auf Bewährung und 150 Sozialstunden verurteilt worden. Aktuell laufen in Berlin mehr als 30 weitere Ermittlungsverfahren wegen des Tragens des alten „Thor Steinar“- Logos. Dieses sieht nach Ansicht der zuständigen Richterin im o.g. Verfahren den Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zum Verwechseln ähnlich. Alexander Buchte vom Antifaschistischen Info Blatt sagt zu den jüngsten Erkenntnissen: „Die Teilnahme eines ehemaligen Mitarbeiters von Thor Steinar an einem internationalen Neonazikonzert ist ein Beleg dafür, dass die Marke tiefer in die Neonaziszene eingebunden ist als sie zugibt.“ Pressemitteilung des AIB und EXPO


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